Clubfahrt 2000 des TC - Marlin Ägypten Südtour

 

Unser Schiff:

Die Fortuna ist ein sehr schönes Tauchschiff, gebaut nach den Richtlinien des Germanischen Lloyd 
für max. 16 Personen.

Ausstattung:

Die acht großräumigen und komfortablen Passagierkabinen mit Klimaanlage, Dusche, W/C, einem Doppelbett und einem Einzelbett bieten Platz für bis zu drei Personen. 

Eine luxuriöser klimatisierter Salon mit zwei Speisetischen, Bar, Fernseher und Musikanlage.
In der voll ausgestatteten Bordküche werden die ausgewogenen Mahlzeiten zubereitet.

Technische Ausstattung:

Echolot, Radar, GPS und ein Zodiak mit Aussenborder

 

Die Story:

 

Nach der Planungsphase im Frühjahr, war es dann endlich so weit: die diesjärige Clubfahrt des TC - Marlin stand vor der Tür. Um 19.45 Uhr am Abend des 21.10.2000 war Treffpunkt am Münchner Flughafen zum Flug mit Eurowings nach Hurghada in Ägypten. Erst dauerte es sehr lange bis das Einchecken losging und dann erfuhren wir auch noch, daß das Flugzeug über eine Stunde Verspätung hatte. Diese Zeit überbrückten wir mit einem frischgebrauten Weißbier in der Airbräu am Flughafen - ein herrliches Gesöff.

 

Ca. 23.00 Uhr Abflug ca. 3.00 Uhr Ankunft in Hurghada - Visaantrag ausfüllen - Visa bezahlen - in der Schlange stehen - Passkontrolle - Koffer vom Gepäckband holen - Gepäckwagen hohlen - „two Pounds“ sagte der Herr der die Wagen bewachte, na gut andere Länder andere Sitten. Nach Abdrücken von 2 Ägyptischen Pfund blieb die fordernde Hand immer noch schwebend in der Luft „Bakschisch“ war die Antwort auf den fragenden Blick des unwissenden Touristen. Tatsächlich wir waren in Ägypten. Der schlecht sortierte und überteuerte Duty-Free-Shop, sowie der defekte Kreditkartenleser waren weitere Beweise, daß wir hier richtig waren.

 

Nachdem unser Bus von bakschischfordernden Helfern beladen war, hatten wir eine 2 stündige Fahrt in Richtung Süden vor uns. Wer vorher Flugangst hatte und sich nun auf dem sicheren Boden wähnte sollte herb enttäuscht werden denn der Busfahrer war übernächtigt und kämpfte einen aussichtslosen Kampf gegen den Schlaf, den er nur mit Hilfe wachsamer Marlins gewinnen konnte.

 

Etwas müde aber glücklich erreichten wir den Hafen in Quesier wo wir nach Gepäckumladen und Kabinenbelegen endlich unser Traumschiff begutachten konnten. Auslaufen konnten wir aber erst gegen Mittag, da wir noch auf die Tauchgenehmigung warten mussten. In der Zwischenzeit stärkten wir uns mit einem Begrüßungstrunk und einem reichhaltigen Frühstück. Als es dann endlich losging merken wir ziemlich schnell wie unruhig das Rote Meer war. Die erste halbe Stunde war auch eine der wackligsten und bescherte einigen von uns etwas Unbehagen.

 

Sonntag den 22.10.2000 14.36 Uhr Checkdive im ROTEN MEER bei El Shona,

die meisten hatten etwas zu wenig Blei umgeschnallt, da der Auftrieb der Aluflaschen unterschätzt wurde. Die anschließend sichtbare Korallen- und Farbenvielfalt entschädigten die ein bis zwei Kilo Blei, die man zusätzlich umschnallen mußte, um ein vielfaches. Vor allem diejenigen die das erste mal am Roten Meer waren, hatten den Eindruck in einem gut sortierten Aquarium zu tauchen. Unter anderem gab es Blaupunktrochen, Papageienfische, Strahlenfeuerfische, Rotfeuerfische, Drachenköpfe und viele andere zu sehen.

 

Ab Montag ging es dann richtig rund:

 

Zwischen 5 und 6 Uhr wurden wir durch das Dröhnen der 1100 PS geweckt, die uns zum nächsten Riff schaukelten -> Photoshooting Sonnenaufgang -> early morning dive -> Frühstücken ®relaxen ®Vormittagsdive -> relaxen -> Mittagessen -> relaxen -> Kuchenessen -> relaxen -> Abenddive -> Abendessen -> relaxen -> Nachtdive -> Abend bei Drinks und Shisha ausklingen lassen.
Puh so ein Stress!

 

Im Verlauf der Woche wurden Riffe mit so klangvollen Namen wie El Shona, Abu Dabab, Samaday, Gota Sharm, Dahari Wady Gima, Elphinstone Reef, Sharm el Tahany, Coral Garden, El Lasad und andere angefahren. Bei diesen Tauchgängen bestaunten wir viele Unterwasserlebewesen, nach denen wir im Pullinger leider vergebens Ausschau halten, wie Igelfische, Kofferfische, Flötenfische, Federsterne, Barrakudas, spanische Tänzerinnen, Zackenbarsche, Napoleons, Schildkröten, Skorpionsfische und andere und dann überall die Korallen in den verschiedensten Formen und Farben, einfach überwältigend.

 

 Am Dienstag gesellte sich zu unserer Gruppe plötzlich eine unbekannte Taucherin. Nach intensivem Austausch von Unterwasserzeichen in 20 Meter Tiefe, stand fest, daß sie den Anschluß zu ihrer Gruppe verloren hatte. Da sie bedeutend weniger Druck in der Flasche hatte, erklärte sich Frank, unser Kavalier, bereit diese Meernixe sicher auf unser Boot zu geleiten. Hier wurde er dann über seinen Aufriß in der Tiefe des Meeres bewundert. Wie sich nachher herausstellte, gehörte diese Meernixe auf das Boot mit dem Namen Mermaid. Nomenest omen.

 

Am Mittwoch wurde der langersehnte Wunsch nach Delphinen erfüllt. Gleich nach dem Frühstück wurden die ersten, unweit unseres Bootes in den Wellen spielend, entdeckt. Schon waren einige Marlins, mit ABC-Ausrüstung bewaffnet, unterwegs auf Delphinjagd. Die Glücklichen unter uns konnten die Delphine für kurze Zeit aus nächster Nähe betrachten. Später als wir zum nächsten Riff fuhren konnten wir an diesem Tag immer wieder Delphine sehen.

 

Auf Wunsch vieler wurde am Donnerstag Elphinstone Reef angefahren. Leider war es sehr windig, hoher Wellengang und starke Strömung, so, daß nach reiflicher Überlegung nur 6 Waghalsige übrigblieben die hier einen Tauchgang machen wollten. Da in der Früh hier immer Haie zu sehen sein sollen, ging es um 6.18 Uhr schon in die tosenden Fluten. Heftigstes Ankämpfen gegen die Strömung, Aufsetzen der Adleraugen und nachschauen hinter jeder Koralle half auch nicht weiter, kein Hai weit und breit. Dreißig Minuten später waren alle, zwar etwas schnaufend aber sonst wohlauf wieder an Bord. Auf ging’s zum nächsten Riff. Hier hatten einige dann das Glück, doch noch einen Hai zu sehen.

 

Ab Donnerstag Mittag hatte der Kapitän es plötzlich sehr eilig in die Nähe seines Heimathafens zu kommen, da er befürchtete sonst keinen „Parkplatz“ mehr im Hafen zu bekommen. Er brauste 5 Stunden lang durch das aufgewühlte Meer in Richtung Norden so, daß es kein Wunder war als es einigen von uns etwas flau im Magen wurde. Trotzdem konnten wir auch heute 4 Tauchgänge machen.

 

Am Freitag war vom Kapitän nur noch ein Tauchgang geplant aber nach Günters Überredungskunst war es dann doch möglich zwei zu machen. Als wir zu Mittag im Hafen einliefen und der Kapitän unter unserem Applaus zentimetergenau rückwärts bei Seitenwind zwischen zwei Booten „einparkte“ war er rundum zufrieden.

 

Den Nachmittag nutzten wir zu einem Einkaufsbummel durch Quesier. Dabei lernten wir Sprüche kennen wie: „Komm in mein Geschäft ich mache gute Preis“, „Your my best friend, I make you a good price“, „Nur schauen nichts kaufen“,.......

 

Den Abend ließen wir bei ein paar Drinks und einer glühenden Shisha ausklingen.

 

Samstagum 9.00 Uhr kam der Bus und brachte uns nach Hurghada ins Hotel, von wo wir am Sonntag um 0.30 wieder abgeholt wurden, um zum Flughafen zu fahren. In der Zwischenzeit hatten wir Zeit den Swimming Pool zu genießen und einen Einkaufsbummel durch Hurghada zu machen. Natürlich klangen die Sprüche der Händler hier genau so wie diejenigen in Quesier. Erwähnenswert ist Sami’s Goldgeschäft, in das wir wie eine Heuschreckenplage einfielen und zur Freude des Besitzers einen Haufen Mäuse zurückließen (bei diesem funktionierte halt der Kreditkartenleser).

 

Am Flughafen in München kamen einige Abholer zu spät, da sie mit der Zeitumstellung etwas durcheinander gekommen waren, aber das war nicht schlimm wir waren ja ägyptische Verhältnisse gewöhnt.

 

 

Hermann Büchl, Helene und Günter Faßbender, Günther Fischhaber, Manuela und Michael Gergolla
Frank Kern, Ralf Lasetzky und Gerlinde Einertshofer, Ingrid und Helmut Listl, Christina und Johann Leonhart
Marianne und Dieter Martini, Maritaund Hans Prechter

Hier noch einige Jubiläen die in dieser Woche stattfanden:
Marita und Hans Prechter:          Hochzeitstag
Manuela Gergolla:             500. Tauchgang
Marita Prechter:  100. Tauchgang
Dieter Martini:     100. Tauchgang

Allzeit gut Luft wünscht

Marianne  und  Dieter