Clubfahrt 1999 Kärnten

 

Zeitraum:

28. August - 5. September 1999

Anreise / Abreise:

per PKW 3 - 8 Stunden (über die Tauernautobahn bzw. Tauernstraße)

Unterkunft:

Hotel Pichler, Seeboden am Millstädter See

Tauchbasen:

Tauchbasis im Hotel Pichler
Tauchbasis Weißensee

Tauchplätze:

Millstädter See
Weißensee

Teilnehmer:

Ingrid & Helmut, Rudi & Rita, Rita & Manfred, Petra & Franz m. Anna-Lena, Joahnnes Preitsameter & Familie

 

Die Story:
Die Anreise erfolgte mit Privat-PKW. Franz und Petra fuhren mit Anna-Lena um 4: 00 Uhr los und brauchten ca. 5 Stunden. Ingrid, Helmut, Rudi, Rita und Familie Preitsameter fuhren um 6.00 Uhr los und waren acht Stunden unterwegs. Manni und ich mußten noch zum Heimspiel des FC-Bayern, so daß wir erst um 19:30 Uhr losfuhren. Wir hatten dafür dann das Glück, daß der Tauerntunnel wieder offen war und so konnten wir in 3 Stunden unser Ziel erreichen. Das Hotel Pichler liegt direkt am Millstätter See und verfügt über eine eigene Tauchbasis. So konnten nicht nur die Tauchutensillien direkt vor Ort verstaut werden, sondern auch die Tauchgänge konnte ohne großartigen Aufwand begonnen werden. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, so daß der Millstätter See gerade mal eine Sicht von ein bis zwei Metern hatte. Um so angenehmer war die Wassertemperatur, die bei ca. 25 Grad lag. Beim Abtauchen kann man sich an verschiedenen Plattformen orientieren. Die erste befindet sich auf 3 m, die zweite auf 5 m. Bei der dritten Plattform auf 8 m kann man in einer Glaskuppel auftauchen und einen kurzen Smalltalk halten. Eine weitere Plattform auf ca. 20 m kann über eine Führungsleine erreicht werden. Trotz der schlechten Sicht konnte man die Schönheit des Sees in einer Tiefe von 5 -10 m erkennen. Reichlicher Seegrasbewuchs war Wohnort von zahlreichen Hechten, Karpfen und Barschen. Kleine Fischschwärme begleiteten uns Taucher. Unter den verschiedenen Anlegeplattformen im Uferbereich hatte so mancher Riesenbarsch sein Hauptquartier bezogen und es schien als warteten sie nur auf einen bei jedem Tauchgang.

 

 

Die Kärnten-Card ermöglichte uns so manch preisgünstigen Ausflug. So wurde z.B: das Fischereimusem in Seeboden besucht, das in einem alten Bauernhaus untergebracht ist. Ziemlich gruselig ing es beim gemeinsamen Besuch des Foltermusem auf der Burg Sommeregg in Treffling/Seeboden zu. Leider mußten wir ein Rittermahl mangels zu kleiner Teilnehmerzahl ausfallen lassen.
In Spittal (ca.4 km entfernt) fuhren wir mit der Seilbahn auf den Goldeck. Leider machten unsere Kleinen nicht so mit, wie wir uns das vorgestellt hatten. So traten Petra und Franz mit Anna-Lena und Susanne und Johannes mit Lukus nach einem kurzem Besuch am Gipfelkreuz wieder den Rückweg an. Ingrid, Helmut, Manni und ich gingen bergab zur nächsten Jausenstation und dann weiter bis zur Mittelstation. Von dort ging es mit der Gondel zurück ins Tal.
Den Sonntagabend verbrachten wir gemütlich in einer nahe gelegen Burschenschänke mit Most und Kärtner Spezialitäten.
Am Montag mußten Rita und Rudi wieder nach Hause, so daß wir nur noch zehn waren.
Als nächstes stand eine Fahrt zum Weißensee auf dem Programm, Ingrid hatte sich vorab nach den Sichtverhältnissen erkundigt. Dort angekommen wurden wir (Ingrid, Helmut, Manni und ich) von der Tauchbasis mit einem VW-Bus in das Naturschutzgebiet gefahren.
Während Manni als Nicht-Taucher einen Waldlauf unternahm fuhren wir mit einem Tauchboot Marke "Eigenkonstruktion" auf die andere Seite des Weißensees zu einem Tauchplatz mit Steilwand. Die angenehme Wassertemperatur und das intensive Blau des Wassers weckte in machem die Erinnerung an das Meer wieder. Eine wunderschöne steilabfallende Kalksandsteinwand, die im oberen Teil übermäßig bewachsen war, erwartete uns. Selbst in tieferen Ebenen wurde es kaum dunkler und der Temperaturunterschied bei den einzelnen Sprungschichten war nicht der Rede wert.
Nach einem wunderschönen Tauchgang stellte uns allerdings das Erklimmen des Bootes auf eine harte Geduldsprobe, die im nachinein für so machen Lacher sorgte. Helmut hatte es dabei mit zwei Frauen nicht leicht. Als wir an die Ablegestelle zurück kamen machten wir dort noch einen zweiten Tauchgang, der durch seinen Fischreichtum geradezu eine Sensation war.Anschließend unternahmen wir vier dann wieder eine Bergtour, wie gehabt - nach oben mit der Gondel und diesmal zu Fuß ins Tal.

 

Unsere Familien unternahmen an diesem Tag einen Ausflug zur Märchen-Wandermeile, auch "Windelwandermeile" genannt. Eine Fahrt mit der Taca-Tuca Bahn war dabei, aber ob sie das "Fort Babycity" mit Indianerlager erreicht haben ist nicht bekannt.
Natürlich wurden beim Abendessen alle Einzelheiten des wunderschönen Tauchgangs erzählt und es stellte sich schnell heraus, daß wir noch mal an den Weissensee fahren würden. Zwei Tage später war es dann soweit. Johannes konnte leider nicht mit zum Tauchen, da er stark erkältet war. Aber die schöne Umgebung am Weissensee bietet sich auch für einen Spaziergang oder eine Biketour an.
Diesmal waren wir nicht die einzigen Taucher, die die Fahrt im VW-Bus unternahmen, es gesellten sich noch zwei Jungs mit etwas weniger Tauchgängen dazu. Deshalb war auch eine andere Steilwand unser Ziel. Auf einer schräg abfallenden Platte konnte man bis ca. 25 m gut abtauchen, danach soll es dann angeblich steiler werden, aber soweit sind wir nicht getaucht. Es war ein ruhiger Tauchgang, bei dem man in den oberen 10 Metern beim Austauchen noch so manchen großen Fisch entdecken konnte.

 

Als wir zurück kamen wurden wir bereits von unserem Kapitän und den anderen Tauchern erwartet. Letzere montierten gleich unsere Geräte auseinander. Ingrid wollte aber, genau wie Franz, trotzdem nicht auf einen Tauchgang im Uferbereich verzichten und wie sie uns erzählten, wurden sie reichlich für die Mühen des nochmaligen Aufrödelns belohnt.
Als weiterer Ausflug wurde uns von anderen Touris die Lammersdorfer Hütte in Millstatt wärmstens empfohlen, so daß wir den steilen Aufstieg wagten. Natürlich nicht zu Fuß, das wäre ja ein Tagesausflug geworden, nein, hier mußten PS zählen. Helmut war mit seinem Jeep natürlich bestens gerüstet und hatte sichtlich Spaß dabei um die Kurven zu düsen.
Die Aussicht auf den Millstätter See wurde uns zwar durch das tübe Wetter etwas vermiest, aber die urige Hüttenatmosphäre war es trotzdem wert.
Nach Rücksprache mit der örtlichen Tauchbasis am Ossiacher See wurde dort ein Treffen vereinbart. Während Manni verzweifelt versuchte ein Fahrrad auszuleihen, checkten wir die Basis. Das Gelbe vom Ei war sie nicht gerade. Der Inhaber war gerade draußen auf dem See und so warteten wir auf ihn in einem mehr oder weniger Barraken-Unterstand. Genau so wie das Ambiente entpuppte sich auch der Basisleiter, der wahrscheinlich kein Geschäft mit uns machen wollte. Nachdem er uns kurz erklärt hatte, daß er gleich wieder zu einer Theoriestunde müßte und uns den Uferbereich nicht als besonders aufregend geschildert hatte, war er auch schon wieder weg. Naja und so ließen wir es dann auch mit dem Tauchgang am Ossiacher See, da laut Fremdenverkehrsbüro auch keine andere Basis exisiert.
Stattdessen fuhren wir mit der Gondel auf den Gerlitzen. Auf 1911m Höhe war es ziemlich frisch aber bis zur Mittelstation war es nicht so weit. Außerdem konnten wir uns unterwegs noch eine Rast in einer gemütlichen Berghütte gönnen. Am Abend haben wir uns dann alle wieder getroffen, da an diesem Tag unsere 2 Familien im Villacher Thermalbad waren.
Zwischendurch wurde auch immer wieder mal am Millstätter See abgetaucht, die Sicht wurde zwar besser, aber das Wetter immer schlechter.
Am vorletzen Tag waren wir dann nur noch zu viert, so daß wir bei Dauerregen in Bad Bleiberg die Terra Mystica (altes Bleibergwerk) besuchten. Anschließend fuhren wir nach Landskron an den Ossiacher See um uns auf einer alten Burgruine die Falkenschau anzusehen. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Zwischenstop bei einer Sommer Rodelbahn. Während die Männer versuchten einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, ließen Ingrid und ich es ruhiger angehen. Vor allem nachdem ich schon Blasen an den Füßen hatte - aber natürlich nicht vom Tauchen, sondern vom Berg gehen.
Nach soviel schlechtem Wetter wurde ausgerechnet unser letzer Tag ein strahlend schöner Tag. Wir unternahmen gemeinsam noch eine Elektobootstour auf dem Millstätter See. Helmut war unser Kapitän zum Ärger einiger wütender Angler am Ufer. Abschließend glaube ich hat es allen gut gefallen. Es war für jeden Taucher oder Nichttaucher, mit Kind oder ohne Kind etwas geboten, nur leider war die Teilnehmerzahl etwas gering.

Euer Maskenfalterfisch (Rita Gasteiger)