Faschingskegeln 2001

 

„Den letzten beißen die Hunde“   -

 

dieser altbekannte Spruch gilt vielleicht im Allgemeinen  - aber  weiß Gott nicht  bei uns Marlins. 
Dabei sein und Spaß haben  -   das  ist unsere Devise. Und   nicht nur die drei Ersten, sondern auch der Letzte wird belohnt mit einer Flasche

 

Erster AltbayerischerKartoffel-Schnaps Gebrannt aus bayer. Kartoffeln der Hochebene Münchens 

 

Ja,  liebe Marlins, der Letzte – das war ich, Eure Delphine. 

 

Und weil ich mich über  die flüssigen  Kartoffeln so gefreut hab (und man als Letztplazierter sowieso  dazu verdonnert wird, den Bericht  für  die Jahreszeitung  zu schreiben ), drum  erzähle ich Euch  hier  von unserem „Faschings-Kegelabend  2001“ . Und weil zu zweit sowieso alles viel mehr Spaß macht als alleine,  hilft Rita mit.  Und da  es ja eine lebhaft erzählte Geschichte werden soll,  haben wir   zur  Anregung  unserer Gehirnzellen  erstmal ein Fläschchen „de Chaussier 1998er Monzinger Paradiesgarten Riesling trocken“ parat.  

 

Ja, wie gesagt, der Abend des 16. Februar 2001 stand  bei uns Marlins mal nicht unter dem Motto  „GUT LUFT“  sondern  „GUT  HOLZ“. 

 

Und wer zu diesem Spektakel alles erschienen ist...! Ihr glaubt es nicht! Unser match war international!

 

Scheich Hermann kam eigens eingeflogen -  nein  -   nicht mit  dem gesamten Harem  - sondern ausschließlich mit seiner Lieblingsfrau Renate!   Die  Ägypterin Rita, Ingrid aus China, Scheich Helmut, Cowboy Manfred aus Texas; Teufelin Helene von ganz unten und Mönch Joachim aus Andechs, Rudi aus Afrika, vom Zirkus Krone Clown Bärbel, aus dem Garten Eden.

 

Unser Paradiesvogel Hans und Günter, unser Kölner Jeck – alle waren beim fröhlichen Faschingskegeln mit dabei. Daß Rita Tschakert dem preußischen Glauben abgeschworen hat, bewies sie erneut an diesem Abend durch eindeutig bajuwarisches outfit.

 

Unsere youngsters Renate Kreitmeier und Barbara Axthammer haben uns leider wegen anderweitiger wichtiger Termine (?young boys??) vorzeitig verlassen. Aber super, Ihr beiden, daß Ihr da ward.

 

Nun, nachdem diverse gemischte Salate, Schnitzl mit haufenweise  Pommes, Schaschlik , kurz und gut  mehrere tausend Kalorien vertilgt waren, ging`s auf zum  Sinn des eigentlichen Zusammentreffens, nämlich zum traditionellen „FASCHINGSKEGELN“.

 

Erster Durchgang:                   Baumkegeln      Gruppe I gewann haushoch.

 

Zweiter Durchgang:                 Punkte-Kegeln

 

Danach kam der „Hausbau“, eine originelle Idee von unserer Bärbel. Während sich die meisten schon das Dach über dem Kopf erkegelt hatten , war unser Helmut noch nicht einmal mit seinem Kellergeschoß fertig.
(Wenn der so weiterkegelt, kommt er nie zu einem Haus). Nach stundenlangem Kampf standen die Sieger fest: 

 

Hans und Helmut           punktgleich
Hermann                         Platz  3.

 

Nun folgten alle ganz gespannt dem harten Kopf-an-Kopf-Rennen (-Kegeln) zwischen Hans und Helmut.  Und – ganauso wie schon in den beiden  vergangenen Jahren – landete unser Helmut doch tatsächlich nun auch im Jahr 2001, nun zum dritten Male, auf Rang 2.

 

Den Siegerpokal durfte unser Hans mit nach Hause nehmen. Natürlich nicht, ohne  ihn vorher ordentlich mit Sekt eingeweiht zu haben. Helmut feierte seinen  zweiten Platz mit einer Füllung Ramazotti.  Und auch die Flasche „de Chaussier Monzinger Paradiesgarten“, Gewinnprämie für Hermann`s 3. Platz, wurde sofort  geköpft und vertilgt.

 

Ja, meine lieben Marlins, daß wir  in diesem Moment wirklich allen Grund zum Feiern gehabt hätten, das wußten wir leider leider  zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und zwar deshalb, weil wir leider leider unser Handy nicht eingeschaltet hatten!!! 

 

Das war nämlich so:  In Erwartung unseres zweiten Enkelkindes, gingen mein Hasch-Papi und ich,
Eure Delphine, während dieser Zeit keine Minute aus dem Haus, ohne das Handy dabei zu haben.

 

Und selbstverständlich hatten wir auch an diesem Abend unser Handy mit dabei.

 

Doch es war AUSGESCHALTET.

 

Und so haben wir erst am nächsten Morgen die SMS gelesen, die uns unser Michael um 01.15 Uhr (da haben wir noch alle zusammen in der Kegelbahn gesessen) geschickt hat: 

 

Hallo! Ich heiße Madlen,
Bin die Tochter
Von Silke und Michael,
Bin 52 cm groß,
Wiege 3490 g,
Und habe am 17.2.2001 um 1.15 Uhr
Das Licht der Welt entdeckt. 

 

Ja, diese SMS  ist auf unserem Handy fest gespeichert. Und wird auch nie gelöscht – zumindest nicht absichtlich.  

 

Eure Delphine

 

PS:WÄRE  unser Handy nicht ausgeschaltet gewesen und 
HÄTTEN wir die SMS um 01.15 gelesen  -  ja dann '
HÄTTEN  Renate und Hermann ihre zweite Enkeltochter aber so richtig mit Euch zusammen gefeiert.