TITANIC oder Taucht das auch was???

 

Die Szene am 09.April 1999 war dramatisch und die Zuschauer reichten aufgeregt das Popcorn weiter. Die, die hinten saßen, reckten ihre Köpfe, um an den vor ihnen Sitzenden vorbei einen Blick zu erhaschen:

 

Denn, der Bug des Schiffes war vollständig versunken. Das Heck ragte in einem 45-Grad-Winkel steil nach oben. Die im Wasser schwimmenden Personen zitterten vor Kälte und konnten doch den Blick von dem bereits halb unter Wasser verschwundenen technischen Wunderwerk nicht abwenden. Denn das Schiff wollte und wollte nicht untergehen...

 

Wollte nicht untergehen? Was war da los? Handelte es sich etwa um die Deutschlandpremiere von TITANIC 2, bei dem anstelle des Ozeanriesen der Eisberg untergeht und 1700 Pinguine ertrinken?

 

Na ja, nicht ganz. Das vermeintlich unsinkbare Boot war der Unterwasserscooter von Thomas Reichenspurner, die vor Kälte zitternden Personen im Wasser waren Cornelia und Arne und bei den Zuschauern, die auf Bierbänken saßen, handelte es sich um Franz Schleibinger, Michael Gergolla, Frank Kern, Jutta und Wolfgang Koch mit Teresa und Sebastian sowie Martin Großhauser, die eigens an diesem Tag an den Starnberger See nach Allmannshausen gekommen waren. Man fühlte sich allerdings wirklich wie im IMAX-Kino in München: Popcorn und Cola war vorhanden und nur wenige Meter entfernt spielte sich die Handlung live und in 3-D ab.

 

Thomas wollte seinen Scooter im Starnberger See erproben und Cornelia und Arne waren quasi der Begleitschutz. Leider aber tauchte und tauchte das Boot nicht unter. Spätestens als der Ausgleichsbehälter am Heck in den Fluten verschwinden sollte, war Schluß. Erst als Thomas einen Bleigurt am Scooter befestigte und Arne sich zusätzlich auf das Heck setzte, verschwand das Boot und nahm Fahrt auf.

 

Die Zuschauer am Seeufer wollten schon zur Anfeuerung „My Heart will go on“, anstimmen. Das war dann glücklicherweise nicht mehr nötig.

 

Nach dieser Vorführung gab es noch einige Tauchgänge, bei denen unter anderem ein Inflatorschlauch abblies, so mancher der Marlins entsetzlich fror und einer der Taucher nach kaum 1 ½ Jahren darauf kam, dass sein Trocki nicht etwa wegen eines Bedienungsfehlers beim Ankleiden regelmäßig voll lief, sondern weil die Halsmanschette schlicht und ergreifend ein Loch hatte.

 

Ein schöner, erlebnisreicher und auch lehrreicher Ausflug also.

 

Und was Thomas´ Scooter betrifft: Ein wirklich starkes Gerät, vor allem, weil er es selbst entwickelt und gebaut hat.

 

Noch viele erfolgreiche Fahrten damit wünscht

 

Wolfgang (Kat-Man)